Stadtportal Schwabach

Von links: Bezirksrat Peter Daniel Foster, Reinhard Pirner (Präsident der Autobahndirektion Nordbayern), MdL Karl Freller, Dorothee Bär (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr), MdL Volker Bauer, Oberbürgermeister Matthias Thürauf

Der erste Spatenstich für den sechsstreifigen Ausbau der A6 im Abschnitt zwischen Schwabach-West und Roth wurde Ende April vorgenommen.
Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, griff gemeinsam mit Joachim Herrmann, dem Bayerischen Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, zum Spaten. Der Bund investiert rund 140 Millionen Euro in den 6,2 Kilometer langen Abschnitt. Oberbürgermeister Matthias Thürauf freute sich in dreifacher Hinsicht: „Endlich bekommen wir den schon lange benötigten Lärmschutz. Der Verkehr auf der Autobahn und im Stadtgebiet wird deutlich flüssiger und wir können das Gebiet an der Autobahn für Wohnbau erschließen.“ Wegen des Autobahnlärms dies bislang nicht möglich.

„Die A6 ist die wirtschaftliche Lebensader der Region, über sie laufen die Verkehre mit unseren Produkten in alle Welt. Mit dem Ausbau machen wir die Strecke jetzt leistungsfähiger, sorgen für mehr Lebensqualität vor Ort und steigern die Attraktivität der gesamten Region“, so Bär in ihrer Rede. Herrmann fügte hinzu: „Das ist ein herrlicher Tag für Schwabach. Die Infrastruktur ist für unsere Mobilität überlebenswichtig, sie muss aber immer auch menschenfreundlich gebaut werden.“ So hob der Innenmininster die Lärmschutzmaßnahmen hervor, der Lärm reduziere sich dadurch um rund 95 Prozent.

Die A6 ist ein Teilstück der Europastraße E50 (Paris-Nürnberg-Prag) und durchquert Süddeutschland von West nach Ost auf einer Länge von 484 Kilometern. Sie stellt damit eine der wichtigsten Verkehrsadern in Nordbayern dar. Im Ausbauabschnitt überlagern sich der weiträumige Ost-West-Transitverkehr und der Berufsverkehr im mittelfränkischen Ballungsraum. Bereits heute ist der Streckenabschnitt mit über 74 000 Fahrzeugen am Tag hoch belastet. Um den Abschnitt Schwabach-West bis Roth leistungsfähiger zu machen, erfolgt nun der sechsspurige Ausbau inklusive umfangreicher Lärmschutzmaßnahmen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat im Juli 2015 ein Investitionspaket für Straßenbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Milliarden Euro vorgelegt. Das Land Bayern profitiert davon erheblich. Der sechsstreifige Ausbau der A6 ist eines von insgesamt dreizehn bayerischen Bauprojekten im Investitionspaket für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland.

Behinderungen möglich
Wermutstropfen: Im Stadtgebiet kann es wegen des Ausbaus immer wieder vor allen kreuzenden Straßen zur BAB A6 kurzfristig zu Behinderungen kommen.