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Gossas Kindergruppe

Margot und Peter Feser sowie Bernhard und Agnes Ndour besuchten auch im Auftrag der Stadt Schwabach die Patenschaftsgemeinde in Gossas Mitte Mai 2016.

Margot und Peter Feser sowie Agnes und Bernhard Ndour haben auch im Auftrag der Stadt Schwabachs Paten­gemeinde Gossas im afrikanischen Senegal besucht. Aktuell gibt es drei Projektschwerpunkte, die Schwabach in Gossas und Diaby Kondel unter­stützt:

 

 

schulische Bildung durch Patenschaften, Gesundheitsfürsorge und Minikredite für Frauen. Über den Stand aller drei Projekte informierte sich die Delegation.

Man begann in Diaby Kondel, einem kleinen Buschdorf in der Savanne, in dem Rose Faye Direktorin ist. Mit 2 weiteren Lehrkräften unterrichtet sie 72 Kinder. Die Kinder tragen nun alle eine"Schuluniform", das sind blaue, leichte Kittel, die über die eigentliche Kleidung übergestülpt werden. Auch eine senegalesische Fahne ist zu sehen.

Die Kinder begrüßen die Gäste mit Liedern und Tänzen. Stolz zeigen sie in kleinen Unterrichtssequenzen, was sie schon können und wie engagiert und motiviert sie mitarbeiten. Die Schwabacher verteilen mitgebrachte Plüschtierchen und Federmäppchen, die die erste Klasse der Johannes-Helm-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Regina Riehl- Stumpf gesammelt hat. Auch die zauberhaften Bilder, die die Schwabacher Schüler gefertigt haben, gefallen den Kindern sehr. Dann beginnt ein buntes Treiben mit aufgeblasenen Luftballons und dem begehrten Fußball, vor einem Baobab-Baum bei 39 Grad im heißen Sand der Sahelzone.

Der Abschied fällt schwer, die Kinder winken, laufen dem Auto nach, rufen und lachen. Die Schwabacher erfahren: Durch die Patenschaften ist die schulische Ausbildung und Ernährung der Dorfkinder gesichert. Ohne Patenschaftsunterstützung müsste die Schule geschlossen werden.

„Danach besuchten wir die sechs Klassen in Gossas, den Kindergarten und das Collège.

Dazu fand bei 40 Grad eine große Versammlung mit allen Verantwortlichen in der Missionsstation statt“, berichtet die Gruppe. Auch hier sichern die Patenschaften nachhaltig eine effiziente Schulbildung für zurzeit 146 Schüler. Christen und Muslime werden in allen Klasse gemeinsam unterrichtet. Die Zimmer sind in einem ordentlichen Zustand, die Lehrer engagiert. Den neu errichteten Kindergarten, den Helène Sarr leitet, besuchen bereits 74 Kinder. Sie begrüßen die Gäste mit Trommeln, selbst gebastelten Blumen, Fächern und Krönchen. Die Räume sind mit Girlanden geschmückt. In der Küche wird täglich gesundes Essen zubereitet. „Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen“, so die Schwabacher.

Projekt Minikredite

Die Delegation lernt ein gut organisiertes Team von Frauen kennen, die die Minikredite verwalten. Sie kaufen gemeinsam zum Monatsbeginn große Mengen an Lebensmitteln wie Reis, Öl, Süßkartoffeln oder Zwiebeln ein und verkaufen ihre Produkte dann zu einem etwas höheren Preis. Das Verkaufsjahr beginnt im Oktober und endet im Juni mit der beginnenden Regenzeit. Nun erfolgt die Abrechnung. 75 Frauen sind aktuell an diesem Projekt beteiligt.

Projekt Gesundheitszentrum

Schwester Christine zeigt stolz den gut gefüllten Medikamentenschrank, die neue Waage für Säuglinge, das Behandlungszimmer. Im Vorraum warten viele Menschen. Auffallend sind die extremen Hautschäden am Kopf, den Händen, und auch am ganzen Körper. „Es ist eine Frage der Armut und des fehlenden Wissens," erklärt Schwester Christine. In den Busch fährt Christine vor allem um zu impfen, zu beraten und bei Mangelernährung zu helfen. Die Unterstützung aus Schwabach macht sie sehr glücklich, kann sie doch nun nachhaltig ein funktionierendes, kleines Gesundheitszentrum betreiben.

„Wir konnten sehen, dass alle drei Projekte gut umgesetzt wurden. Es gibt klare Verantwortliche und Ansprechpartner, Transparenz ist allen wichtig,“ so Margot Feser. „Bei Schwester Christine und Schwester Jacintha konnten wir übernachten und zusammen essen. Die Herzlichkeit und menschliche Wärme, die wir überall erfuhren, beeindruckte uns tief.“

Auch Wünsche wurden nach Schwabach mitgegeben. „Unterstützung für notwendige Investitionen im Schulen“, so Père Anatole Sambou, der Nachfolger von Père Marcel,“und Hilfen für die Landwirtschaft.“

 

So kann man helfen

Spenden unter dem Stichwort „Gossas“ sind für diese Arbeit immer willkommen: Sparkasse Mittelfranken-Süd, IBAN: DE97 7645 0000 0000 0500 05; Uni Credit Bank Schwabach, IBAN: DE31 7642 0080 0004 3234 83; Commerzbank Schwabach, IBAN: DE36 7604 0061 0580 2004 00; Raiffeisenbank Schwabach, IBAN: DE43 7646 0015 0000 0044 05; Postbank Nürnberg, IBAN: DE54 7601 0085 0007 1588 52. Ab 200 Euro gibt es bei Angabe der Anschrift eine Spendenquittung.

 

Kontakt

Hanne Hofherr
Telefon: 09122 860-426
Fax-Nr.: 09122 860-323