Stadtportal Schwabach

Einst florierte das jüdische Leben in Schwabach. Sein Zentrum war die Synagogengasse. Im Haus Nr. 10 wurde im Frühjahr 2001 während Renovierungsarbeiten ein sensationeller Fund gemacht: eine Laubhütte (Sukka) mit intakter Kassettendecke und spätbarocken Wandfresken.

Die Szene einer Hasenjagd in der Schwabacher Laubhütte ist einzigartig – sie wurde bisher in keiner anderen Laubhütte Europas gefunden. Aufgrund dieses herausragenden Baudenkmals errichtete das Jüdische Museum Franken hier seine dritte Dependance.

Die reduzierte Ausstellungsarchitektur rückt das historische Gebäude selbst in den Mittelpunkt der Ausstellung. Nur wenige Objekte sind ausgestellt – nämlich das, was von der einstigen Blüte jüdischen Lebens in Schwabach übrig geblieben ist. Die klaren Erzählstrukturen in Form von gezielt eingesetzten Ausstellungssegmenten, animierten Filmen und Hörstationen vermitteln die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner, das jüdische Leben in Schwabach sowie das Laubhüttenfest.

Das Highlight des Museums ist die Hasenjagd in der Laubhütte (rechtes Bild). Was dieses ungewöhnliche Motiv zu bedeuten hat, verrät die Ausstellung. Weitere Darstellungen zeigen Moses, der die Gesetzestafeln empfängt, die Opferung Isaaks sowie eine Person mit Schabbesdeckel und Feststrauß (Bild Mitte).

 

Sukka

Wandmalerei MosesDeckenmalerei Hasenjagd

 

 

 

 

 

 

Die jüdische Geschichte Schwabachs – per App durch die Synagogengasse

Nicht nur das Museum selbst, sondern auch die Synagogengasse zeugt auf eindrucksvolle Weise von der einstigen Vielfalt jüdischen Lebens in Schwabach.

Ein kleiner Rundgang auf eigene Faust durch dieses ehemalige jüdische Zentrum Schwabachs ist unbedingt zu empfehlen – das Jüdische Museum Franken stellt dazu die kostenlose App „Jüdisches Museum Franken in Schwabach" (über Google Play oder iTunes erhältlich) zur Verfügung. Die Beiträge mit den Geschichten über die früheren Bewohner lassen ein lebendiges Bild des Alltagslebens der jüdischen Gemeinde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert entstehen. Da gab es zum Beispiel einen kleinen Junge, der am liebsten jeden Tag die Dachklappe hochzog, um von seinem Bett aus den sternenklaren Himmel zu beobachten. Oder den Schächter, der lieber ein Bierchen trank statt seinen Pflichten nachzugehen...

Jüdisches Museum Franken in Schwabach


Führungen

ohne Anmeldung: jeden 1. Sonntag im Monat, 14 Uhr

Treffpunkt: Jüdisches Museum Franken in Schwabach (rosa Gebäude!), Synagogengasse 10a (rückwärtiger Eingang)

 

Gruppenführungen können auch außerhalb der Öffnungszeiten gebucht werden (außer an Schließtagen) bei Anita B. Panzer, Tel. 0911-770577 (Mo-Do 9:30-13:00) oder fuehrungen@juedisches-museum.org

Parken: Tiefgarage Rathausgasse, Stadtmitte

Jüdisches Museum klein

 

(Foto: JMF) Bitte beachten: Der Eingang zum Jüdischen Museum befindet sich an der Rückseite des Gebäudes. Besucherinnen und Besucher müssen an der Synagoge (Nr. 6, weißes Gebäude) vorbeigehen, und links am Gebäude Nr. 10 a (rosa) entlang zum Hintereingang gehen.

 

 

Kontakt

Jüdisches Museum Franken
Telefon: 0911 97798623 o. 09122-8862100 (Museumskasse)

Postanschrift: Nürnberger Str. 3, 90762 Fürth

 

 Facebook: JMFranken

Twitter: @JMFranken

Öffnungszeiten

So, 12 - 17 Uhr, geöffnet am Oster- und Pfingstmontag und nach Vereinbarung Schließtage: Mi, 12.10.16 (Jom Kippur), 24./25./31.12; 1.1.

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Urheber

Urheberinformationen:

Jüdisches Museum Franken