Stadtportal Schwabach

Einst florierte das jüdische Leben in Schwabach. Nach mehreren Vertreibungen im 14. und 16. Jahrhundert siedelten sich ab Mitte des 17. Jahrhunderts dauerhaft jüdische Familien an. Die Gemeinde unterhielt eine Talmudschule und betreute als Landes- und später als Distriktsrabbinat viele umliegende Gemeinden.

1932 wurde der Rabbinatsdistrikt aufgelöst und die Stadt Schwabach vertrieb im November 1938 alle bis dato noch nicht abgewanderten jüdischen Bürger. Nach der Shoa wurde zwar weder in Schwabach selbst noch in einer der umliegenden Landgemeinden wieder eine jüdische Gemeinde gegründet, doch wie kaum in einer anderen Stadt ist in der Schwabacher Synagogengasse ein eindrucksvolles Ensemble an jüdischen Gebäuden erhalten geblieben: die Synagoge, das Rabbinerhaus, das Haus des Schächters, das Lehrhaus und viele weitere Wohnhäuser. Auch in der Glockengießergasse und der Friedrichstraße befinden sich noch einige.