Stadtportal Schwabach

ortung X Station 1: Gregor Hiltner (Berlin)

Goldcorp, Barrick, Goldfields, Schwarzgold, Zaubergold

Was ist Gold? Wer definiert, dass ein goldglänzender Stein so viel mehr wert ist als ein schwarzer Stein? Wer bestimmt denn eigentlich den Wert der Dinge? – Wir?
Das sind die Fragen, die sich der Künstler Gregor Hiltner mit seiner Beteiligung an ortung X gestellt hat. Er kennt nur einen Maler, der Gold gekonnt eingesetzt hat: Gustav Klimt. Ansonsten bleibt die Verwendung von Gold für ihn immer im Bereich des Kunsthandwerks, wirkt schnell „kitschig“.

Wie kann er sich nun selbst als Künstler in dem Thema verorten? Gemaltes Gold ist nie Gold, es ist immer nur Illusion. Aber eigentlich spielt es für ihn keine Rolle, ob es echtes Gold ist oder Fake. So wählt er das Medium der Fotografie, verschmilzt diese mit malerischen Elementen und druckt digital auf Alu Dibond – eine glänzende Oberfläche, die seinem Anliegen entspricht.
Hiltners Arbeiten sind vielschichtig. Sie sind weder reine Fotografie, noch reine Malerei - weder reine Collage, noch reine Abstraktion. Sie sind ausbalancierte Kompositionen. Es öffnen sich unfassbare Räume, die nie real erfahrbar sind und nur in seiner Formensprache und in unserer Wahrnehmung entstehen können. Hier finden sich gestisch-informelle Elemente ebenso wie lineare, formale Spiele. Geometrisch-Konstruktives hat ebenso seinen Platz wie Zeichen aus fremden Kulturen oder gegenständliche Anklänge.

Kerstin Bienert

Biographie

1950 geboren in Nürnberg
1970–1978 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei K.F. Dahmen und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Ernst Weil, Meisterschüler
1975–1976 eineinhalb Jahre im Nahen Osten (Syrien, Jordanien, Israel)
1979 6-monatige Reise nach Polynesien und Mikronesien: Malerei zum Thema Animismus
1980–1981 Stipendium des Deutschen Akadmischen Austauschdienstes DAAD in London
1982 Lisa- und David-Lauber-Preis, Nürnberg
1983 Brasilienreise (Bahia): Arbeiten zu den synkretistischen Religionen
1990 Aufenthalt im Workshop Studio der Walter Bishoff Gallery, San José/Cal, USA

Ausstellungen (Auswahl)

2003  Galerie Pasinger Fabrik, München
2004  Stadtgalerie Fürth, („Long Pieces“)
         Egidien-Kirche Nürnberg, („Kruzifix“), (Katalog)
2005  Galerie Jürgen Kaspar, Nürnberg
         Messezentrum Nürnberg
2006  Galerie Steinrötter, Münster
         Nationalmuseum Mazedonien, Skopie
         K4 Nürnberg, (Illustrationen zu „Der Riese Sandelphon“)
2011  Galerie Steinrötter, Münster
2014  White Brush Gallery, Düsseldorf
         Galerie Steinrötter, Münster
2016  White Brush Gallery, Düsseldorf
         Galerie Kremers, Berlin
2017  Galerie Michael Schultz, Berlin

Über 100 EINZELAUSSTELLUNGEN in New York, Chicago, Montreal, Paris, London, Glasgow, Amsterdam, Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart etc.

 

Weitere Informationen

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