Stadtportal Schwabach

ortung X Station 26 - Christiane Toewe (Bamberg)

Das war der Wunsch des Publikums: Am letzten Tag der 10. Kunstbiennale „ortung – im Zeichen des Goldes“ erhielt Christiane Toewe aus Bamberg den Publikumspreis.

Den Preis übergaben Bürgermeister Dr. Roland Oeser, Kulturamtsleiterin Sandra Hoffmann-Rivero und die Geschäftsführerin der ratioplast GmbH, Barbara Sommer. Der Stiftehersteller mit Sitz in Schwabach stiftete den Publikumspreis, der mit 2.500 Euro dotiert ist.

29 Künstlerinnen und Künstler bewarben sich um den Publikumspreis – anders diesmal: Auch die Gastteilnehmer waren für den Publikumspreis zugelassen. Genau 2628 Stimmen wurden insgesamt abgegeben, davon entfielen 808 auf die Siegerin. Damit war das Votum eindeutig, die nächstplatzierte Petra Krischke hatte 440 Stimmen weniger. Auf Platz 3 kam Susanne Ruoff mit 301 Stimmen.

„Die Tendenz hat sich schon sehr früh abgezeichnet und das Ergebnis war eindeutig“, beschrieb Kulturamtsleiterin Sandra Hoffmann-Rivero die Preisfindung. Insgesamt zog sie ein positives Fazit. „Wenn es die ortung nicht gäbe, müsste man sie erfinden“ schrieb ein Besucher und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Kunstbiennale hat sich als absolutes Highlight für die Stadt entwickelt.

Insgesamt waren 9518 Personen während der 16 Tage auf dem ortung-Parcours unterwegs, im Vergleich zu 8242 vor zwei Jahren.

 

whispering bottles

Wer die ehemalige Schwabacher Synagoge betritt wird von „flüsternden Flaschen“ empfangen. Sie stehen als Hundertschaft auf einem neutral weißen Sockel und reagieren auf die CD-Piano-Klänge von Daniel Grimwood, der Adolph-von-Henselt-Kompositionen interpretiert. Die Flaschen flüstern nicht im akustischen Sinne: ihr Licht dimmt ins Helle oder ins Dunklere, je nachdem, welche Geräusche sie empfangen. Jedes der zarten Porzellangefäße verfügt u.a. über ein Mikrophon und ein LED-Leuchtmittel. Jedes reagiert auf andere Frequenzen - oder es reagiert gar nicht! Kommunikation ist möglich. Sie kann eingeschränkt sein - oder ganz blockiert. Eine Metapher für unsere menschliche Gesellschaft!

Christiane Toewe ist eine Meisterin der Keramikkunst. Sie brannte ihr „weißes Gold“ in reduzierender Atmosphäre im Gasofen bei 1340°C. Dadurch entwickelten ihre extrem dünnwandigen Gefäße wunderbare Nuancen in Weiß-, Creme- und Gold-Tönen. Individuen, welche sich dank künstlerischer Installation zu einer großen, lebendigen Gruppe zusammenschließen.

Die Künstlerin bittet die Besucher trotz der vorgegebenen Pianoklänge selbst Geräusche zu erzeugen, um mit dem Kunstwerk ganz unmittelbar und individuell in Austausch zu treten. Hierzu kann auf Wunsch die Musik durch das Aufsichtspersonal für einige Zeit ausgeschaltet werden.

Günter Braunsberg

Biographie

2015 Künstleraustausch mit Kunming/China
2013 2. Vorsitzende Kunstraum JETZT! e.V.
2008-14 Vorsitzende Berufsverband Bildender Künstler*innen Oberfranken e.V.
2001 Ausbildung zur Multi Media Designerin
1997 Foto- und Videoarbeiten
1995 Mitglied im BBK Oberfranken e.V.
1994 Eigenes Atelier für Studioporzellan in Bamberg
1993 Meisterprüfung im Keramikhandwerk/ Koblenz
1990 Studienaustausch College of Art and Design, Farnham/ England
1990 Studienreise Hong Kong und China
1988-91 Fachschule für Keramikgestaltung Höhr-Grenzhausen/ WW
1985-87 Ausbildung zur Keramikerin: Krösselbacher Fayence, S. Pistorius-Lehmann, C. Cropp

Ausstellungen (Auswahl)

Himmel | Hölle ´16 Galerie HOP, Bamberg
INSPIRED‘ 16 TaoXichuan Art Museum, Jingdezhen/China
TRIO 5 ´16 Pinzenberg Keller, Schwabach
Zwei Positionen der Kunst ‘15 Yuan Xiaocen Art Museum, Kunming/China,
WA(H)RE Kunst ’14 Hofgartenhalle, Kunstverein Coburg

 

Weitere Informationen

Kulturfonds Bayern web

 

 

 

 

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