Stadtportal Schwabach

Liebe Schwabacherinnen und Schwabacher,

laut eines Polizeiberichts vom 21. Januar sollen zwei Asylbewerber ein Mädchen sexuell belästigt haben. So ein Verhalten, sollte es durch die Ermittlungen bestätigt werden, ist durch nichts zu entschuldigen. Die Kriminalpolizei in Schwabach hat sehr schnell ermittelt und zwei Verdächtige identifiziert. Ich habe volles Vertrauen in Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte, dass sie den Fall vollständig aufklären und ggf. eine angemessene Strafe ausgesprochen wird. Denn die Regeln unseres Zusammenlebens müssen von jedem eingehalten werden – ohne Ausnahme.

Gleichzeitig werbe ich weiter für ein umsichtiges Verhalten von uns allen. Die Stadt hat seit Mitte 2014 schon viele Hundert Flüchtlinge in Schwabach vorübergehend untergebracht und damit ihren Anteil an der Bewältigung des großen Zustroms nach Deutschland geleistet. Heute sind etwa 700 Asylsuchende zu Gast in unserer Stadt. Im Umgang mit diesen Menschen gibt es viele positive Erfahrungen, natürlich auch negative. Machen Sie nicht alle Flüchtlinge für das Fehlverhalten einzelner verantwortlich. Bringen Sie Ihnen weiterhin Gastfreundschaft und ein gewisses Grundvertrauen entgegen wie bislang.

Die Stadt wird gerade in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Verantwortlichen der Bezirksregierung alles tun, um auf die Einhaltung unserer Verhaltensregeln zu drängen und diese wenn nötig durchzusetzen. Jede Integrationsmaßnahme für die Menschen mit Bleibepersektive wird möglichem Fehlverhalten entgegen wirken. Trotzdem zeigt sich wie groß und anspruchsvoll diese Aufgabe schon heute ist. Je länger und je mehr Menschen in Notunterkünften zusammenleben müssen, je höher ist das Konfliktpotenzial. Ausreichend Wohnraum und Beschäftigung gibt es aber schon heute nicht. Deshalb ist ein „Weiter so“ in der nationalen Asylpolitik der falsche Weg. Der Zustrom muss begrenzt werden.

Die Ehrenamtlichen bitte ich, sich weiterhin mit großem Einsatz zu engagieren, auch wenn es dieser Vorfall nicht leichter macht. Sie stellen die Weichen dafür, dass die Menschen die Regeln unseres Zusammenlebens kennenlernen und leben können.

Matthias Thürauf
Oberbürgermeister

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