Der Bildungs- und Kulturausschuss wurde im April 2016 über die Situation der Berufsintegrationsklassen (BIJ) in Schwabach informiert. Schulleiter Peter Birle und dessen Stellvertreterin Anja Sohni berichteten über die aktuell vier Klassen an der Staatlichen Berufsschule. Dort werden junge berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge auf eine Berufsausbildung vorbereitet.
Ziel dieser Klassen ist vor allem die Vermittlung der deutschen Sprache und deutscher Grundwerte. Dabei handelt es sich um ein kooperatives Angebot: Neben den Lehrkräften der Schule kommt auch externes Personal des Trägers zum Einsatz. In Schwabach setzt man dabei auf die bewährte Unterstützung der Familien- und Altenhilfe e.V.


Außerdem bestehen an der Johannes-Kern-Mittelschule (JKMS) und der Christian-Maar-Grundschule (CMS) derzeit insgesamt sechs Übergangsklassen. Dort werden neben Asylbewerbern und Flüchtlingen auch Kinder unterrichtet, die überwiegend aus dem europäischen Ausland zuziehen und der deutschen Sprache nicht mächtig sind. In den Übergangsklassen werden die Kinder auf den Regelunterricht vorbereitet und bei entsprechender Eignung in die Regelklassen überführt. Von den lernbegeisterten Kindern berichteten in einem leidenschaftlichen Plädoyer Rainer Thiede (Rektor der JKMS) und die Rektorin der CMS, Angelika Sczepannek.
Ausschussmitglieder lobten die herausragende Arbeit, die insbesondere der Kooperationspartner an der Staatlichen Berufsschule bewältige, aber auch die seit Jahren etablierten Lehrkräfte am Schulzentrum Nord. Gerade dieses Engagement und Zusammenwirken der Akteure vor Ort führe dazu, dass besonders in Schwabach die Integration dieser jungen Menschen aus Krisengebieten und aus den europäischen Nachbarstaaten besonders gelinge, so die Überzeugung des Schulreferenten, Frank Klingenberg.