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Nach jahrelanger Planungs- sowie Vorbereitungszeit startet die ILS Mittelfranken Süd als erste Integrierte Leitstelle in Mittelfranken am Freitag, den 01.04.2016, um 9 Uhr mit dem Wirkbetrieb im Digitalfunk, vorerst mit den Feuerwehren der Stadt Schwabach.

Vorangegangen war eine teils jahrelange Vorbereitungsphase seitens der zukünftigen Nutzer. Unzählige ehrenamtliche Helfer bei Feuerwehren, THW, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und nicht zuletzt im hauptamtlichen Rettungsdienst mussten in der Handhabung der neuen Geräte geschult werden. Taktische Nutzungskonzepte wurden erstellt und zahlreiche Endgeräte mussten zur ersten Inbetriebnahme im Einsatzleitsystem angelegt werden. Mit dem Start des Digitalfunks am ersten April, findet aber  auch eine heiße Phase innerhalb der Integrierten Leitstelle ihren vorläufigen Abschluss, wurde doch in den letzten Wochen und Monaten mit Hochdruck an der Ertüchtigung der Leitstellentechnik gearbeitet. Parallel hierzu wurden die Disponenten in der Handhabung der Technik und den Neuerungen im Einsatzleitsystem geschult.

In enger Abstimmung mit allen Führungskräften des Zweckverbandsgebiets sieht der Rolloutplan für den Digitalfunk wie folgt aus: Am 01. April 2016 starten zunächst die Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Schwabach mit dem Digitalfunk, gefolgt von den Feuerwehren im Landkreis Roth und Weißenburg-Gunzenhausen etwa Mitte April. Nach derzeitigen Planungen, etwa Ende April bis Anfang Mai, funken dann auch der Rettungsdienst / Sanitätsdienst sowie die Hilfsorganisationen in der Wasserrettung, pünktlich zum Start der Saison, im Seenland digital.

Die Vorteile der neuen Technik liegen auf der Hand, bietet der Digitalfunk doch im Gegensatz zur veralteten Analogfunktechnik viele Vorteile für alle Einsatzkräfte, wie beispielsweise Abhörsicherheit sowie eine deutlich bessere Verständigung durch die sogenannte Vocoder-Funktion, die unerwünschte Nebengeräusche (z.B. Feuerlöschpumpen, Fahrgeräusche) wirksam heraus filtert. Dank der Notruffunktion kann jeder Helfer für sich oder andere mit nur einem Tastendruck sofort Hilfe anfordern. Auch die Mitarbeiter der ILS, allen voran Leitstellenleiter Michael Hayko, sind von der neuen Technik überzeugt, denn auch in der Abarbeitung der Einsätze ergeben sich erhebliche Vorteile. Das Zeitalter in denen es Feuerwehren gänzlich ohne Funkgerät gab, gehört mit Einführung des Digitalfunks ebenso der Geschichte an, wie die mangelnde Erreichbarkeit des Rettungsdienstes außerhalb des Fahrzeugs, da zukünftig erstmals auch alle Rettungsmittel über digitale Handfunkgeräte verfügen. Auch die Netzabdeckung in Bayern, die flächendeckend eine Digitalfunkversorgung in nahezu allen Gebäuden gewährleistet, wird zu einer erheblichen Verbesserung im täglichen Betrieb beitragen.

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