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Ein Fahrzeug soll für die Zeit von fünf Tagen für eine Probe- oder Überführungsfahrt zugelassen werden. Hierfür gibt es das Kurzzeitkennzeichen. Ab April ändern sich die gesetzlichen Vorgaben für die Zuteilung.

In den letzten Jahren ist der Missbrauch von Kurzzeitkennzeichen stark angestiegen. Bisher mussten bei der Beantragung von Kurzzeitkennzeichen nicht zwingend Fahrzeugdaten nachgewiesen werden. Zudem war es nicht erforderlich, dass eine Typgenehmigung und Hauptuntersuchung bzw. Sicherheitsprüfung nachgewiesen wurde. Dadurch konnten auch verkehrsunsichere Fahrzeuge in Verkehr gebracht werden.

Um dem entgegen zu wirken werden seit 1. April Kurzzeitkennzeichen nur noch zugeteilt, wenn folgende zusätzlichen Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Das Fahrzeug wird in der neu gestalteten Zulassungsbescheinigung konkret bezeichnet. Die Fahrzeugdaten (Fahrzeugklasse, Aufbauart, Fahrgestellnummer) müssen anhand von Fahrzeugdokumenten (Zulassungsbescheinigungen) nachgewiesen werden.
  • Das Fahrzeug muss einem genehmigten Typ entsprechen oder eine Einzelgenehmigung besitzen. Liegt keine Betriebserlaubnis vor, dürfen nur Fahrten, die im Zusammenhang mit der Erlangung einer Betriebserlaubnis stehen, zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Bezirk der Zulassungsbehörde, die das Kennzeichen zugeteilt hat, oder in einem angrenzenden Bezirk durchgeführt werden.
  • Es muss eine gültige Hauptuntersuchung und ggf. Sicherheitsprüfung vorhanden sein. Liegt der Termin zur Durchführung der Hauptuntersuchung oder Sicherheitsprüfung vor dem Ablaufdatum des Kurzzeitkennzeichens, dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Zulassungsbezirk durchgeführt werden. Werden bei der Untersuchung erhebliche oder geringe Mängel festgestellt, dürfen auch Fahrten zur unmittelbaren Reparatur in einer nächstgelegenen geeigneten Einrichtung im Zulassungsbezirk oder einem angrenzenden Bezirk durchgeführt werden.

Der Antrag kann bei der örtlich zuständigen (Wohnsitz) oder bei der für den Standort des Fahrzeugs zuständigen Zulassungsbehörde gestellt werden. Der Standort des Fahrzeuges ist glaubhaft zu machen (Kaufvertrag, alte Fahrzeugpapiere mit Anschrift des Vorhalters). Dadurch ist es nunmehr möglich ein Kurzzeitkennzeichen zum Beispiel auch an dem Ort zu erhalten, an dem es gekauft wird.

Kontakt

Zulassungsstelle
Telefon: 09122 860-120

Adresse

Friedricht-Ebert-Straße 23
91126 Schwabach

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