Stadtportal Schwabach

Logo Geteilter Gebührenmaßstab

2016 wurde auch in Schwabach der so genannte Geteilte Gebührenmaßstab eingeführt. Was sich hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbirgt, soll hier erläutert werden. Das Thema ist für alle Bürgerinnen und Bürger relevant – für Hausbesitzer genauso wie für Gewerbetreibende, Vereine und andere Gruppen.

Da es sich bei der „Geteilten Gebühr" um die Abwassergebühr handelt, ist dieses Projekt federführend bei der Stadtentwässerung angesiedelt. Diese hat die Pflichtaufgabe, das Abwasser der Grundstücke im Stadtgebiet zu sammeln, abzuleiten und zu reinigen. Zu dieser Einrichtung gehören etwa das gesamte Kanalnetz (ca. 200 km), viele große Rückhaltebecken und natürlich die Kläranlage der Stadt. Die Investitionen in die Anlagen, der Betrieb, der Unterhalt u. v. m. kosten etwa 4,3 Millionen Euro pro Jahr und müssen von den Benutzern der Kanäle etc. getragen werden. Hierfür gibt es seit Jahrzehnten die Kanalbenutzungsgebühr. Dazu wird bisher die von den Stadtwerken Schwabach bezogene Frischwassermenge mit der Kanalgebühr von derzeit 2,26 €/m³ multipliziert.

Diese Gebühr errechnet sich so: Die Kosten der Stadtentwässerung (4,3 Mio. Euro) geteilt durch den gesamten Frischwasserverbrauch der Schwabacher (etwa 1,9 Millionen Kubikmeter) ist gleich 2,26 €/m³. Diese einfache Umlage der Kosten ist jedoch nicht mehr erlaubt. Denn die Gebühr muss in dem Ausmaß auf die Benutzer des Kanals umgelegt werden, wie diese ihn auch in Anspruch nehmen. Es muss also den zwei verschiedenen Arten von Kanalbenutzungen Rechnung getragen werden: Da gibt es zum einen den Kostenanteil für die Entsorgung des Schmutzwassers und zum anderen den für
die Entsorgung des Niederschlagswassers. Und somit gibt es einen „Geteilten Gebührenmaßstab" oder eine „Gesplittete Gebühr", da die Kosten einfach in zwei Teile gesplittet und jeweils auf die Benutzer umgelegt werden.

Gerecht oder ungerecht?

In Bezug auf die Benutzung des Kanals werden die Kosten gerechter aufgeteilt. Bei der „alten Gebühr" mussten manche Benutzer, die keinen Wasserzähler hatten, auch keine Entwässerungsgebühr zahlen, obwohl diese womöglich versiegelte Flächen (Pflaster, Parkplätze etc.) an das Kanalnetz angeschlossen haben. Andere haben wenig Frischwasser verbraucht, aber sehr große Flächen an den Kanal angeschlossen – dies ist eine ungerechte Verteilung der Kosten.

Somit gibt es es ab 2016 eine „Schmutzwassergebühr". Hier werden die Kosten des Schmutzwassers durch die Menge des Fischwassers geteilt und es entsteht eine Gebühr von 1,98 € Euro pro Kubikmeter.

Niederschlagswassergebühr

Dann gibt es noch eine „Niederschlagswassergebühr"; hier werden die Kosten des Niederschlagswassers durch die so genannte „Abflusswirksame Fläche" dividiert. Diese Fläche muss noch von der Projektgruppe mit Hilfe der Bürger ermittelt werden. Es sind nur die Flächen „gebührenrelevant", die auch an den Kanal angeschlossen sind. Wie diese abflusswirksame Fläche errechnet wird, erläutern wir Ihnen an dieser Stelle.

Kontakt

Elisabeth Jung
Telefon: 09122 860-570