Abteilung: Seifenherstellung und Seifenfabrik Ribot

Philipp Benjamin Ribot (1823-1893) gründete 1849 in Schwabach eine Seifenfabrik.

Unter seinem Sohn Fritz erfuhr die Fabrik einen steilen Aufschwung, bekam den Titel "Königlich Bayrische Hofseifenfabrik" verliehen und exportierte Produkte wie die "Schwalben-Schwimmseife" oder die berühmte "Ray-Seife mit Ei" in alle Welt.

Werbeplakat zu Schwalben-Schwimm-Seife   Werbeplakat: "Schwalbenseife"

Aufgrund von Lufteinschlüssen konnte die berühmte "Schwalbenseife" auf dem Wasser schwimmen - man musste daher beim Waschen nicht im Trüben fischen. Sie wurde einer der Verkaufsschlager der Seifenfabrik Ribot.

Trotz finanzieller Schwierigkeiten seit dem Ersten Weltkrieg und der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1922 blieb die Seifenfabrik Ribot bis zu ihrer Schließung 1960 ein Familienbetrieb.

Ein Großteil der Seifengeräte und -produkte gelangten in das Stadtmuseum. Man findet dort also eine der größten Sammlungen von Objekten zur Seifenherstellung in ganz Deutschland vor.

Zu sehen sind auf ca. 75 m² neben Original-Seifen auch Seifenstanzen und Druckstöcke, Werbematerialien sowie Firmenpapiere. Besonders interessant ist die Veranschaulichung des Herstellungsprozesses anhand der handwerklichen Produktionsweise im 19. Jahrhundert sowie die Fabrikation im 20. Jahrhundert mit Maschinen. Weiterhin ist ein Teil des Seifen-Labors der Fabrik Ribot unter Verwendung von Original-Objekten rekonstruiert.