"Magischer Goldwürfel"



Ein riesiger Goldwürfel glänzt im Stadtmuseum seit der „goldschläger nacht 2008“. Er steht in einem eigenen „Goldraum“ auf einem Podest auf violettem Boden. Alle Seiten des Würfels wurden von der Vergolder- und Fassmalerin Heike Zenk aufwendig mit Rosé-Noble-Doppelgold hand-ölvergoldet. Die spiegelnden und gleißenden Würfelseiten reflektieren das Licht und verbreiten eine fast mystische Stimmung. Assoziationen zur kirchlichen Kunst vergangener Jahrhunderte stellen sich in symbolischer Form ein.

Der Ausstellungsraum im zweiten Obergeschoss des Museums wurde eigens mit einem Bodenbelag in sakralem Violett ausgelegt. Der in der Raummitte thronende Würfel besteht aus einem von einer Schwabacher Schlosserei speziell angefertigten Eisenblechkorpus mit 90 Zentimeter Seitenlänge, der von einer Lackierermeisterin sorgfältig mit einem deckend gelben Grundierungslack überzogen wurde. Nach dem wochenlangen Trocknen brachte Heike Zenk Hunderte Goldblätter auf. Anschließend wurde die Oberfläche auf Hochglanz poliert.

Die Intallation ist eine Hommage an die Blattgoldschlägertradition Schwabachs.

Der magische Goldwürfel kann nur bestaunt werden. Berühren ist nicht erlaubt, weil die Blattvergoldung nur einen zehntausendstel Millimeter dünn ist. Jedoch können die Besucher einen kleinen Erinnerungswürfel im Museumsshop erwerben. Dieser hat 4 Zentimeter Kantenlänge und ist wie sein großes „Urbild“ mit Rosénobel-Doppelgold beschichtet. Der Clou ist eine unvergoldete Seite des Acrylglaskorpus. Im gläsernen Inneren des Würfels bricht sich das einfallende Licht und wird schimmernd von den goldenen Seiten reflektiert. Der komplett handgearbeitete „Schwabacher Goldwürfel“ in limitierter Erstauflage von 250 Stück mit Zertifikat ist zum Sonderpreis von 22,50 € erhältlich. Der Erlös geht zugunsten des Museums.